Zweifel am Geschäftsmodell der Ridesharing Plattform Uber

Uber ist bekanntermaßen ein Ridesharing Unternehmen, wo die bezahlte Mitfahrt organisiert wird. Also Autobesitzer bieten Sie Ihr Fahrzeug an und Sie können als registrierter Nutzer diese Möglichkeit nutzen, um mittels eines Autos von A nach B zu kommen. Allerdings nicht als Deutscher oder Deutsche, denn deutsche Gerichte haben das Geschäftsmodell aufgrund des deutschen Personenbeförderungsgesetzes in Deutschland sehr beschränkt. In Teilen von Lateinamerika und Mittelamerika ist das Ridesharing Unternehmen Uber allerdings heute schon die Personenbeförderung Nummer Eins und weltweit sind 91 Millionen Nutzer registriert und nun soll Kapital an der Börse eingesammelt werden. Die deutsche Journaille zweifelt an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells, also laut der Süddeutschen Zeitung wird Uber nie Geld verdienen.

Es könnte natürlich so kommen, aber so wie Amazon weltweit den Einzelhandel niedergewalzt hat, könnte Uber die professionelle Personenbeförderung niederwalzen.

Zweifel am Geschäftsmodell des Ridesharing Unternehmens Uber

Verluste stören die US-Börse nicht

Wie jedes Start up hat Uber am Anfang massive Verluste und gegenwärtig investiert Uber 1,1 Milliarden Dollar in die Entwicklung des autonomen Autos und die viel beschworenen automatisierten Flugtaxis. 1,1 Milliarden sind zwar nur die Portokasse von Google, aber immerhin.
In der letzten Finanzierungsrunde war Uber 76 Milliarden Dollar wert und mit dem Börsengang soll Aktien im Wert von 10 Milliarden Dollar verkauft werden und das würde dann in Etwa eine Bewertung von 90 bis 100 Milliarden Dollar entsprechen. Das Unternehmen hatte unter dem Firmengründer und langjährigen Chef Travis Kalanick ein schlechtes Image, aber Uber hat eben auch schon 1,5 Milliarden abgerechnete Fahrten in einem Quartal. Und Amazon hat 20 Jahren gebraucht, um profitabel zu werden und diesen langen Atmen hat man an den amerikanischen Aktienmarkt schon, aber eben nicht in Deutschland und daher haben wir als Deutsche keine digitalen Weltmarktführer. Hier geht es um das automatisierte Autofahren und nicht um Aktienempfehlungen. In der Podcast Reihe von Jürgen Vagt: Die Zukunftsmobilisten: (http://automatisiertes-auto.de/autonome-autos-in-den-usa-dr-sven-beiker-standford-university-bei-den-zukunftsmobilisten/) wurde ein interessantes Argument gemacht, denn bislang hat das Ridesharing Unternehmen Uber einen riesigen Wettbewerbsvorteil in der Mobilität, weil Uber nur Grenzkosten anlegen muss. Die Autos sind ja bereits nur von den Anbietern auf der Plattform bezahlt worden und müssen nicht von Uber bezahlt werden. Damit hat Uber einen massiven Vorteil gegenüber den Autoherstellern, die automatisierte Roboter-Taxi Flotten in den Markt bringen.

(automatisiertes-auto.de/)
Bild: pixabay, Creator: Viktor_Laszlo

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