Wie Amazon und Uber die Logistik digitalisieren

Die Logistik von morgen ist digital. Noch ist sie eher traditionell und analog geprägt. Solche Prozesse machen die Branche schwerfällig. Der Güterverkehr beispielsweise ist ein hoch fragmentierter und dezentralisierter Sektor, was ihn entsprechend ineffizient macht. Jeder dritte LKW auf deutschen Straßen fährt leer. Digitalisierung und Innovationen bieten Abhilfe.

Die digitale Transformation ist in vollem Gange. Manche Industrien sind mehr, manche weniger digitalisiert. Aber eigentlich sind sich alle einig: Früher oder später wird alles digital. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat eine Studie (sh. https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Digitale-Welt/monitoring-report-wirtschaft-digital.pdf?__blob=publicationFile&v=10) zur Digitalisierung der deutschen Wirtschaft durchgeführt. Mittelständische Unternehmen in Deutschland nutzen die Chancen der Digitalisierung bereits besser, jedoch gibt es im Branchenvergleich immer noch viele Unterschiede. Wobei der Finanz- und Versicherungssektor schon „überdurchschnittlich“ digitalisiert sind, liegt der Bereich „Verkehr und Logistik“ auf Platz 10 – nur das Gesundheitswesen ist noch weniger digitalisierst. Hinzu kommt, dass etwa die Hälfte der Verkehrs- und Logistikunternehmen der Meinung sind, dass Digitalisierung im eigenen Haus nicht notwendig ist. Wobei die Vorteile von Digitalisierung in der Hand liegen: Wissen wird angeeignet, Kosten gesenkt, neue Märke und Kundengruppen erschlossen.

Start-Ups sehen das ganz anders. Sie gelten als Treiber für Digitalisierung und haben es auf die Logistikbranche abgesehen. Im Schnitt wird alle fünf Tage ein neues Logistik-Start-Up gegründet. Und Investoren sind nicht sparsam bei der Unterstützung von Unternehmen, die die Logistiklandschaft digitalisieren und revolutionieren möchten. Logistikunternehmen sollten mit Start-Ups als Impulsgeber für Innovationen kooperieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Ein Beispiel ist das in Berlin gegründete Start-Up InstaFreight.de, eine digitale Spedition für gewerbliche Kunden. Es bedient sowohl den Verlader mit einer zuverlässigen Auftragsabwicklung als auch den Frachtführer als Quelle für Aufträge. Aber auch das als Taxi-App gestartete Start-Up Uber hat es mit Diensten wie UberRush und UberFreight auf den Logistik-Markt abgesehen. Und auch Amazon entwickelt sich derweilen zum Logistik-Riesen. Erst neulich kündigten sie den Start ihres Lieferservice Amazon Flex in Berlin an.

Wer hätte gedacht, dass ein Taxi-Unternehmen zum Paketzusteller wird. Oder dass, ein Online-Einzelhandel eine eigene Luft- und Seeflotte betreibt? Folgende Infografik zeigt, wie Amazon und Uber in nahezu alle Bereiche der Logistik vordringen. Wer von den beiden wird wohl den größeren Stück des 8.1 schweren Logistikmarktes gewinnen?

Text: http://trademachines.com/

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