VIX-Volatilität auf historischem Tief

Der VIX, ein wichtiger Indikator über den künftigen Verlauf der US-Wertpapier Börsen

Börsenhändler und Broker sind ratlos. Die Spannung und die Nervosität steigt. Die Frage nach dem “wie weiter an den Börsen” steht im Raum. Denn die Aktien sind überbewertet. Branchenrotationen wie wir sie seit Wochen beobachten, finden oft vor Korrekturen der Märkte statt. Verantwortlich für den Aktienboom sind zum grossen Teil das Resultat der Interventionen der Notenbanken mit ihren Interventionen. Steigen die Zinsen – wie durch das Fed schon zweimal beschlossen – werden die längst fälligen Bewertungskorrekturen einsetzen.

VIX-Werte mahnen zur Vorsicht an den Börsen

Der Level der Volatilität ist auch ein Messwert von Angebot und Nachfrage von Calls und Puts, welcher einerseit zum Call/Put Ratio führt. Er wird als Contrary Market Indikator beobachtet und dient institutionellen Anlegern oft als Entscheidungsträger um auf steigende oder fallende Märkte zu setzen. Steigt die Volatilität des VIX, fällt der S&P 500 Index. Ein Rückgang hingegen bringt den S&P 500 in Fahrt.

Die Terminbörse Chicago Board Options Exchange (CBOE) berechnet alltäglich die erwartete Schwankungsbreite (Volatilität) der Optionen auf den S&P 500 für den Zeitraum von 30 Tagen. Vergangenen Freitag beendete der VIX die Woche mit einem Wert von 9,51, dem tiefsten Stand seit seiner Einführung in 2003. Heute lag er gar bei 9,1 und schloss bei 9,43. In den vergangenen 52 Wochen notierte er in einer Bandbreite von 9,04 und 23,01.

Analysten zeigen sich beunruhigt, dass der VIX schon so lange auf so tiefen Werten notiert. Technische Beurteilungen der Volatilitätswerte mittels  Bolliger Band*, MACD** und RSI*** lassen widersprüchliche Interpretationen zu.

Text: Radovan Milanovic


Bollinger Band*
: Um die Durchschnittskurse der vergangenen 20 Tage, ergibt sich ein Kursband, deren oberer Teil ein Faktor C zur Standardabweichung multipliziert zum Durchschnittskurs addiert und beim unteren Teil derselbe Wert vom Durchschnittskurs subtrahiert wird)
MACD**: Indikator, ausgedrückt als das Zusammenführen und Auseinandergleiten in Form des gleitenden Durchschnitts)
RSI***: Relative Stärke Index. Ein Wert über 70 Prozent wird als “überkauft” und einer unter 30 Pèrozent als “überverkauft” betrachtet, was eine gegenläufige Börsenentwicklung ankündigt.

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