Unzufriedene Schweizer Bankkunden – Bankenombudsmann im Stress

Kunden von Schweizer Banken sind immer unzufriedener mit Ihren Finanzinstituten. Doch an wen soll sich ein Bankkunde wenden, der sich von seiner Bank falsch beraten oder übervorteilt fühlt? Die Informations- und Vermittlungsstelle bei Problemen mit der Bank ist in der Schweiz der Schweizerische Bankenombudsmann.

Der Schweizerische Banken Ombudsmann nahm seine Tätigkeit vor über 20 Jahren, also 1993, auf. Diese Institution behandelt rund 2000 Anfragen im Jahr. Seit der Finanzkrise stieg die Anzahl unzufriedener Bankkunden.

Der Bankenombudsmann fordert von den Banken, im Konfliktfall mit dem Kunden eine „faire Lösung“ zu finden

Der scheidende Bankenombudsmann, Hanspeter Häni hoffte auf „faire Löungen“ der Banken, ihren Kunden gegenüber. Denn im Normalfall würden die betroffenen Banken – bei klar zu Gunsten des Kunden sprechenden Empfehlungen – dem Bankenombudsmann bereits in der Antwort einen Vorschlag zur Bereinigung des Problems unterbreiten. Es gäbe jedoch auch Fälle, bei denen die Banken spekulieren würden, dass die betroffenen Bankkunden den rechtlichen Weg nicht beschreiten würden.

Marco Franchetti der neue Bankenombudsmann…

betont, dass sein Job weder der Anwalt einer Seite, noch ein Richter sei, sondern eine Stelle, welche nach geltenden Regeln zu einvernehmlichen Lösungen findet.

Im vergangenen Jahr behandelte der Schweizerische Bankenombudsmann 1842 Fälle, eine Zahl “beträchtlich über dem Niveau vor der Finanzkrise 2008″. Anderseits sei im vergangenen Jahr die Akzeptanzquote von 91 Prozentauf 96 Prozent gestiegen. Auf der Webseite des Schweizerischen Bankenombudsmanns finden sich viele Informationen, wie Sie sich verhalten sollen, falls Sie sich gegenüber Ihrer Bank im Unrecht befinden.

Text: Radovan Milanovic

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