Steigendes Vertrauen in den e-Commerce im EU Raum

Eine soeben veröffentlichte Untersuchung durch Europäische Union zeigt die Ausweitung des Online-Shoppings und das steigende Vertrauen der Konsumenten in Online-Anbieter. Besoders hoch in der Gunst der Käufer liegen Anbieter welche sich in anderen EU-Mitglieds Ländern befinden. Wie nicht anders zu erwarten, werden Firmen im eigenen Land am meisten vertraut. Innert Jahresfrist hat sich das Vertrauen in heimische Retailer um 12,4 Prozent erhöht. Im EU-Binnenverbund gar um 21.1 Prozent. Die höchsten Verhältnisse zwischen Anzahl Verkäufe und Vertrauen in einheimische Händler finden sich in Grossbritanien, Irland, Österreich, Luxemburg, Deutschland, Frankreich, Island und Norwegen.

Auch Online-Händler verkaufen ungern an Kunden ausserhalb der EU

Beim e-Commerce gelten Betrug (durch Kunden) und Unterschiede bei den Zoll- und Steuerbestimmungen als grösste Geschäftsrisiken für die Händler. Sie befürchten ebenfalls rechtliche Unterschiede beim Vertragsrecht, bei Käuferschutzbestimmungen und potenziell höhere Kosten für die Beilegung bei grenzüberschreitenden Streitigkeiten. Trotz Harmonisierung der Handelsbestimmungen gibt es immer noch Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsländern. Beste Voraussetzungen in Euroland zeigen sich in Nord- und Westeuropa, während die Mitgliedsländer in Ost- und Südeuropa Nachholbedarf aufweisen.

Nicht alle EUR-Mitgliedsländer zeigen Fortschritte beim e-Commerce im Zeitraum 2014 – 2016

Defizite zeigen sich in Island, Estland, Finnland, Holland, Belgien und die Slowakei. Unter den EU- Mitgliedsländern, welche sich durch ausserordentlich bessere Voraussetzungen auszeichnen sind Irland, England, Frankreich und Portugal .

Die Europäische Union unterstreicht, dass die Anbieter ihre Handelsbedingungen in steigendem Masse den gängigen Handelsbedingungen angepasst haben und vor allem konsumentenfreundlicher auftreten. Die Zahl unzufriedener Kunden wegen unfairer Praktiken nahm um 6,9 auf 16,8 Prozent ab. Aufgrund lokaler Preisunterschiede wird der Handel weiter zunehmen und die Anbieter – aus Konkurrenzgründen – zur Harmonisierung des e-Commerce führen.

Auch der Rückgang der Beanstandungen um 2,6 auf 20,1 Prozent. Nach der Lösung der Probleme zeigten sich 63,4 Prozent (+3,5 Prozent) zufrieden. Anderseits haben rund 33 Prozent- mehr als 2014 – aller unzufriedener Kunden verzichtet, Beanstandungen vorzunehmen.

Text: Radovan Milanovic
Daten- und Informations-Quelle: © Europäische Union, 1995-2017

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