Steigende Bitcoin Akzeptanz führt zu starkem BTC-Anstieg

Bitcoin als Zahlungs- und Wertsicherungs-Mittel

Wie bekannt, stellen die Behörden das Mining von Krypto-Währungen, den Besitz, die Benützung, Handel und Tausch unter staatlicher Kontrolle und drohen mit empfindlicher Strafen gegen Zuwiderhandlungen. Doch die Drohgebärden der Regierung Venezuelas zur Wiedererlangung der Kontrolle der Zahlungsströme haben zu einem Eigengoal geführt: Die Bitcoin Umsätze der Peer-to-Peer (P2P) Plattformen LocalBitcoins und Paxful zwischen dem Venezolanischem Bolivar (VEF) und dem Bitcoin (BTC) explodieren förmlich.

LocalBitcoins und Paxful die Peer-to-Peer Plattformen

Bei Peer-to-Peer (P2P-) Plattformen finden die Transaktionen direkt zwischen Käufern und Verkäufern statt. Das P2P-Portal dient als Vermittler der beiden Parteien.

LocalBitcoins, der grösste Peer-to-Peer Krypto-Diensleister meldete, dass in der KW5 bereits 2.004 BTC (Gegenwert ca. USD 6,8 Mio.) gehandelt wurden. In der Folgewoche waren es bereits 2.485 BTC (ca. USD 8,8 Mio.). Alleine im Wochenvergleich wurden somit +24 Prozent mehr BTC umgesetzt.
Paxful gibt sich bezüglich der Transaktionen der letzten Wochen bedeckt, bestätigt jedoch, 40.309 Benützer aus Südamerika zu haben. Davon seien 1.123 aktiv in Venezuela. Die meisten würden in der Hauptstadt Caracas residieren. Zur Zeit finden 36,99 Prozent aller Transaktionen in Venezuela statt, so viele keinem anderen Land.

Grösstes Warenhaus in Venezuela akzep

Grösstes Warenhaus in Venezuela akzeptiert Krypto-Währungen
Screenshot Twitter

tiert Krypto-Währungen

Seit dem 12. Oktober 2018 akzeptiert Traki, die mit 49 Warenhäusern,  grösste Warenhaus-Kette Venezuelas, Krypto-Währungen wie Bitcoin, Dash, Ethereum, Litecoin und BitcoinCash als Zahlungsmittel. Dass diese Twitter-Mitteilung kein Promo-Gag sondern Realität ist, beweisen Kunden von Traki, welche ihre Zahlungserfahrungen publik machten.

Feuertaufe geglückt: Erstes Exportgeschäft mit Bitcoin-Zahlung

Ein argentinischer Exporteur akzeptierte die Zahlung einer Lieferung von Pestiziden durch eine Gesellschaft in Paraguay. Der fragliche Betrag von rund USD 7.100 scheint bescheiden zu sein. Die Transaktion zeigt jedoch, dass Zahlungsabwicklungen in BTC möglich und ausbaufähig sind. Solche Zahlungen dürften sich künftig auf Länder mit Hyperinflation oder stark nachgebenden Währungen ausweiten.

Die Transaktion wurde über Bitex, die erste regionale Bitcoin und Litecoin Börse, abgewickelt. Die Plattform verspricht Zahlungsabwicklungen innerhalb einer Stunde und verrechnet für ihre Dienstleistungen eine Kommission von 0,5 Prozent. Das in Argentinien in 2014 gegründete Krypto-Portal ist auf Zahlungen von Anbietern in Chile, Paraguay, Uruguay, Mexico, Brasilien, den USA, China und Australien spezialisiert.

Text und Bild: Radovan Milanovic

Das könnte Sie auch interessieren: