Staubsaugerhersteller Dyson auf neuen Wegen

Nach den unverwechselbaren und stylischen Staubsaugern, Händetrocknern (Airblade), Ventilatoren (Dyson Cool), Heizlüftern und Luftbefeuchtern, startet der CEO und Besitzer von Dyson Ltd. ein neues, ehrgeiziges Projekt. Wie immer im mutigen Alleingang. Bereits im Herbst 2017 gab Sir James Dyson bekannt, GBP 2,0 (EUR 2,26) Mrd. in Research, Entwicklung und Produktion von e-Fahrzeuge zu investieren, um seine “unverwechselbaren und einzigartigen” Autos, in 2020 auf den Markt zu bringen. Die Investition soll je hälftig in die Batterie- und Autosparte (Entwicklung und Produktion) fliessen. Geplant sind vorerst drei Auto-Modelle. Da zuerst die Zulieferkette aufgebaut und die Markt ausgelotet werden soll, wird die erste Produktion nur “einige tausend Einheiten” umfassen.

Wird Dyson die e-Auto Batterie Technik revolutionieren?

Im Gegensatz zu den Litium-Ionen-Batterien, auf welche andere klassischen Produzenten wie Tesla setzen, will Dyson mit einer eigens entwickelten Feststoff-Batterie den Markt erobern. Der Vorteil dieses Batterie-Typs sind sowohl die grössere Speicherkapazität als Lithium-Ionen Akkuzellen, als auch die höhere Energiedichte von Feststoffzellen. Diese Eigenschaft führt zu erheblich kürzeren Ladezeiten im Vergleich zu konventionellen Akkuzellen. Sie weisen zudem einen weiteren Vorteil auf: Die von Dyson entwickelten Akkuzellen sind nicht brennbar. Die Hilflosigkeit der Feuerwehr, falls ein Tesla Feuer fängt, ist allseits bekannt. Konventionell lassen sich solche Brände nicht löschen. So muss sich die Feuerwehr eines Tricks bedienen und versuchen, die Stromzufuhr der Lithiumbatterien zu durchtrennen. Auch dann ist der Schreck noch nicht vorbei, denn Tesla selbst empfiehlt, nach dem Löschens des Feuers das Fahrzeug “48 Stunden unter Quarantäne” zu setzen, um die Feuergefahr endgültig zu bannen.

Dyson revolutioniert die Autobatterie-Technik

Dyson plant, die eigene Batterietechnik nicht anbieten zu wollen. Trotzdem ist es fraglich, ob er trotz lockender Gewinne, sei es über Verkäufe oder über Lizenzeinnahmen seinen Prinzipien standhaft bleibt. Denn die rund 3.000 Wissenschaftler und Ingenieure, welche für Tyson arbeiten könnten für eine erhebliche Gewinndynamik sorgen. Inzwischen forschen auch Zulieferbetriebe, vor allem in China und Japan, an der neuen Batterietechnologie. Toyota prescht vor und will solche Batterien bis 2025 in ihren Fahrzeugen einbauen. Diese Entwicklung wirft einen weiteren Schatten auf die Zukunft und die extrem hohen Umsatz- und Gewinnerwartungen von Tesla.

Tyson Ltd. ist eine private Gesellschaft und verbuchte 2016 bei einen Umsatz von GBP 2,5 Mrd. (EUR 2,83 Mrd.) einen Gewinn von GBP 631 Mio. (EUR 714 Mio.).

Text: Radovan Milanovic
Quelle: Wikipedia und eigene Recherchen

Das könnte Sie auch interessieren: