Schweiz – Krypto-Valley, wegweisend in Blockchain Technologie

Seit Anfang 2017 entwickelt sich Krypto-Valley rasend schnell

Die Schweizer Sonntagspresse berichtete, was die Öffentlichkeit kaum wahrgenommen hat: Die schweizerische Steueroase Zug hat sich zum Zentrum der Blockchain Technologie gemausert, dem Krypto-Valley. Die Dynamik begann bereits 2016 an Fahrt zu gewinnen als die Einwohner von Zug gewisse Behördendienstleistungen ab Juli 2016 in Bitcoin bezahlen konnten. Auch das Handelsregisteramt begann die Krypto-Währung als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Der Durchbruch erfolgte in 2017. Im gleichen Jahr wurde die Interessenvertretung Crypto Valley Association gegründet um die besten wirtschaftlichen und strategischen Voraussetzungen der Krypto-Industrie zu schaffen. Als strategischer Partner dieser Organisation fungiert KPMG (führendes Schweizer Wirtschafts- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Zug und Amsterdam).

Schweizer Regierung steht hinter der Blockchain Industrie und …

…will optimale Rahmenbedingungen für die Blockchain Zukunft schaffen. Der Bundesrat, die Schweizer Regierung, stellt sich hinter die Krypto-Entwicklung. Im vergangenen Sommer reiste Wirtschaftsminister Johann Schneider-Amann, nach Krypto-Valley um sich persönlich ein Bild der Industrie zu machen damit der Gesetzgeber optimale Voraussetzungen bieten kann. In der Zwischenzeit bereiten sich die Gründer von Crypto WEF – in Anlehnung an das World Economic Forum – auf ihre erste Konferenz in St. Moritz (17. bis 19. Januar 2017) vor. Die angekündigten prominenten Besucher, Politiker, Finanz- und Wirtschaftsfachleute sowie Investoren sprechen für das grosse Interesse. Denn das Tempo der Eigendynamik ihrer Anwendungsmöglichkeiten hat Industrie und Wirtschaft lägst ergriffen.

Grosse Schweizer Gesellschaften und Blockchain-Ambitionen

  • ABB: Gibt sich noch bedenkt, macht jedoch Werbung über die Chancen und Herausforderungen von Blockchain. Bekannt ist, dass Versorger mit dieser Technologie ihre Renditen erheblich steigern und ihre Marktanteile ausweiteen könnten
  • Credit Suisse (CS) und UBS die beiden grössten Schweizer Banken haben ihre eigenen Projekte. Sie gründeten Ihre gemeinsame Cyber-Währung, den “Utility Settlement Coin”. Als Blockchain-Währung soll sie den Zahlungsverkehr untereinander vereinfachen. Die UBS selbst betreibt die UBS im Büro-/Bankenviertel Canary Wharf in London ihr Blockchain-Lab. Während die CS in den USA in 2018 ihre Konsortialkredite via Blockchain verwalten lassen will
  • Nestlé und Unilever sowie weitere internationale Vertreter der Nahrungsmittelindustrie arbeiten in einer Blockchain-Kooperation mit IBM zusammen. Ihr Ziel ist (vorerst) die höhere Lebensmittelsicherheit
  • Partners Group: Die Vermögensverwaltungs-Gesellschaft mit mehr als 1.000 institutionellen Investoren und einem verwalteten Vermögen im Betrage von USD 66 Mrd. aus Zug, arbeitet  mit ihrer Blockchain Anwendung mit Inacta AG, einem Gründungsmitglied der Crypto Valley Association, zusammen
  • SGS SA, der weltgrösste internationale Warenprüf- und Inspektionskonzern ist in eine Partnerschaft mit Microsoft eingetreten. Ihr Blockchain garantiert die Datensicherheit der Lieferkette
  • Swiss Prime Site: Die zweitgrösste Schweizer Immobiliengesellschaft meldet die ersten Anwendungen der Blockchain-Technologie durch die strategische Zusammenarbeit mit mit Inacta AG, Zug
  • Swiss Re und Zurich haben mit Aegon (NL) , Allianz (D), Generali (I), Hannover Re (D), Liberty Mutual (USA), Munich Re (D) und Tokio Marine Holdings (J) mit europäischen, asiatischen und nordamerikanischen Versicherungen in einer Versicherungs-Interessen Gemeinschaft zusammengeschlossen und betreiben die Blockchain B3i vorerst noch im Testbetrieb

    Text: Radovan Milanvic
    Bild: pixabay

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