Neue Bankenkrise in Sicht – Brüssel will Banken zerschlagen

Bereits am 18 Juni verabschiedete der Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments einen Teil der Strukturreform des Bankensektors, um zu verhindern dass bei künftigen Bankenpleiten wie 2008 wieder in grossem Masse die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden. Offensichtlich erwartet Brüssel eine neue Bankenkrise.

Trennbankensystem, das grosse Zauberwort aus Brüssel

Sollen die Kosten von Bankenrettungen mit der Zerschlagung der Banken eine bereits keimende Bankenkrise begrenzt werden? Brüssel winkt ab. Nein, die Realwirtschaft soll wieder mit Kreditvergaben an Privatkunden – dank dem Trennbankensystem – profitieren. Als Beispiel wird der Fall Zypern angeführt, wo die Bankkunden tagelang keinen Zugang zu ihren Konti hatten, kein Geld abheben, ihre Rechungen nicht bezahlen und die Gehälter nicht ausbezahlt werden konnten. Der wahre Grund dürfte jedoch darin liegen, dass Brüssel und die Regierungen mehr Kontrolle über die Banken und die Bankkunden (gläserne Kunden) erhält. Auch um das Bankgeheimnis für immer zu zerschlagen und die totale Kontrolle der Bürger zu erlangen.

Mit dem Trennbankensystem werden die Banken nach ihren Geschäftseinheiten geführt wie in den USA von 1933 im Glass-Stegall Act bis 1999 praktiziert. Die Regierung Clinten beschloss, das System aufzuheben, damit die Banken sämtliche Bank-Dienstleistungen „unter einem Dach“ anbieten konnten.

Brüssel scheint eine neue Bankenkrise zu erwarten

Der Steuerzahler wird’s schon richten. Vordergründig sprechen die EU-Finanzminster von „einem Meilenstein in den Bemühungen, den Teufelskreis zwischen Banken und Staaten zu zerschlagen“.

Eurokrise – Bankenkrise, die Geschichte wiederholt sich

Und wiederum brechen Bankwerte an den Börsen ein. Anstehende Zinserhöhungen als Folge erhöhter Risiken deuten auf eine baldige, neuerliche Bankenkrise hin: Die Ratingagentur standard & Poor’s (S&P) senkte die Kreditwürdigkeit verschiedener Grossbanken aufgrund „erhöhter Risiken“ und „unsicherer Marktbedingungen“. Rückstufungen gab die Agentur für die schweizerische Grossbank Credit Suisse sowie die britische Barclays. Wohl hat sie die Bewertung für die Deutsche Bank unverändert gelassen, jedoch vor den „Risiken im Zusammenhang mit dem Investment Banking Arm des Institutes und der damit verbundenen Schwankungsanfälligkeit der Erträge“ gewarnt.

Text und Bild: Radovan Milanovic

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