Innogy mit zukunftsweisenden Projekten

Innogy will 2018 das Ruder herumreissen und durchstarten

Mit Investitionen von über EUR 3,0 Mrd. (+25 Prozent zum Vorjahr) will das Management den Konzern-EBIT von EUR 2,7 Mrd. sowie ein bereinigtes Nettoergebnis von über EUR 1,1 Mrd. in 2018 erwirtschaften. Für 2017 werden EUR 1,2 Mrd. prognostiziert, bei einem EBITDA von EUR 4,3 Mrd. (2016: 4,4 Mrd.). Die aktionärsfreundliche Ausschüttungsquote soll 70 bis 80 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses betragen.

Zukunft von Innogy

Übernahme der Onshore-Wind-Projektpipeline von EverPower in den USA

Die über zwei Gigawatt produzierende Wind-Projektpipeline wird von Terra Firma, einer in Guernsey (Channel  Island) domizilierte englischen Private Equity Gesellschaft, erworben. Terra Fima ist eine der grössten Private Equity Gesellschaften in Europe. Sie investiert in Gesellschaften mit hoher Substanz, jedoch tiefer Rentabilität, um diese zu sanieren.

EverPower wurde im November 2009 durch Terra Firma erworben und zu einer “effizienten und wachstumsorientierten Gesellschaft” entwickelt. Seit dem Kauf von EverPower konnte die Energiekapazitäten um das zwölffache vergrössert werden. Die Gesellschaft erhielt zudem eine US-Staatsgarantie für alle Bauprojekte, dank dieser die Kapitalkosten tief gehalten werden können.

Seit dem Erwerb von Terra Firma soll EverPower über USD 500 Mio. in die Vergrösserung der Windfarmen investiert haben. EverPower wird im Portefeuille von Tera Firma mit USD 443 Mio. bewertet, bei einem Bruttogewinn von USD 106 Mio. (2015: USD 95 Mio.), während der EBITDA mit USD 50 Mio. für 2016 (2015: USD 60 Mio.) ausgewiesen wurde. Die tiefe Bewertung der Windfarm-Gesellschaft in den Büchen der Private Equity Firma dürfte darauf hinweisen, dass diese auf Basis des Ertragswertes erfolgte. Sowohl Terra Firma, als auch Innogy haben Stillschweigen über den Kaufpreis vereinbart. US-Gesellschaften welche ebenfalls Windfarmen in den USA betreiben bewertet die Börse mit einem Enterprise Value / EBITDA von 12,0 bis 15,0. Somit dürfte der fair Value von EverPower zwischen USD 600 Mio. bis USD 750 Mio. betragen.

“Share & Charge”, die clevere Blockchain Anwendung von Innogy

Das Ladesäulen Sharing bringt auch private Besitzer von Wallboxen zu Hause ins Geschäft. Mittels “Share & Charge” können diese ihre Ladestation auch anderen Benützern von e-Autos zur Verfügung stellen. Autofahrer, welche Strom laden müssen, können über die Innogy-APP die Ladestation für den gewünschten Zeitraum reservieren.  “Share & Charge” ist somit eine Sharing Plattform, bei der Innogy als Vermittler agiert. Äusserst clever. Denn der Stromproduzent kann seine produzierte Energie direkt an den Endverbraucher liefern und bekommt zusätzlich eine Vermittlungskommission zur Abgeltung der Benutzung seiner Infrastruktur. Dem Nutzer der Dienstleistung von Innogy, also der Wallboxen Besitzer, bleibt die Wahl zwischen einer monatlichen Pauschalgebühr oder einer Umsatzabgabe beim Anstöpseln des vermittelten Automobilisten an Innogy.

Text: Radovan Milanovic
Quellen: innogy.com, terrafirma.com: Geschäftsbericht 2016, eigene Recherchen

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