Grösste Schweizer Bank mit ihrem Jahresausblick für 2019

Die Erwartungen der UBS zeichnen für das kommende Jahr kein allzu optimistisches Bild. Die aktuellen Fundamentaldaten, das Hickhack um mögliche Handelssanktionen, die revidierten Wachstumsprognosen… , untermauern die gedämpftere Stimmung. Zu den wichtigsten Aussagen der UBS-Prognosen:

UBS mit ihrem Jahresausblick für 2019

  • Rückgang des globalen Wachstums von 3,8 Prozent in 2018 auf 3,6 Prozent in 2019, was Einfluss auf die Gewinnentwicklung der Unternehmen haben wird
  • Investoren müssen sich auf höhere Volatilitäten (= unberechenbare Kursentwicklungen) einstellen
  • Das schwierige geopolitische Umfeld und die Straffung der Geldpolitik – und im Gefolge steigende Zinsen – führen zu weiteren Risiken
  • Aus diesen Gründen sollten die Investoren ihre Anlagen diversifizieren und absichern

Anderseits betont die Bank, dass die Märkte das künftig abgeschwächte Wirtschafts- und Gewinnwachstum bereits eskomptiert hätten. Aus diesem Grunde erachtet der CIO der UBS „einige Vermögenswerte“ nach den kürzlich erfolgten Korrekturen als attraktiver bewertet.

Divergierende Erwartungen zwischen institutionellen und privaten Anlegern

Auch Grosskunden und professionelle Anleger der Bank richten sich auf schwierigere Märkte ein:

  • Knapp 50 Prozent der professionellen Anleger gehen davon aus, dass die Performance von US-Anlagen tiefer als jene der globalen Märkten ausfallen werde. 2/3 der privaten Kundschaft erwartet im Vergleich eine gleich hohe oder gar bessere US-Performance
  • In Bezug auf die Kursentwicklung des USD gehen die Meinungen beider Anlegertkategorien weit auseinander. Während Institutionelle dem USD mehrheitlich nachgebend sehen, erwarten über 80 Prozent der Privaten einen stärkeren US-Dollar
  • Institutionelle Anleger sehen zu Beginn des Jahres mehr Chancen in Aktien von Schwellenländern, während private Investoren hauptsächlich auf US-Aktien setzen
  • Rezessionsgefahren sehen Institutionelle erst in 2021, private Anleger jedoch bereits innerhalb der kommenden zwei Jahre

Empfehlungen und Prognosen der UBS

  • Übergewichtung globaler Aktien, Blickpunkt auf vernachlässigte Bereiche wie Substanzwerte in den USA sowie Schwellenländern, Energiewerte weltweit sowie Finanzunternehmen in den USA und China. Die Bank erwartet daneben langfristiges Wachstum nachhaltiger Investitionen
  • Mögliche Abschwächung des USD wegen des Auslaufens fiskalpolitischer Impulse, was zu höheren Haushalts- und das Leistungsbilanz-Defiziten führen dürfte
  • Das Ende der Anleihenskäufe in 2018 und die beginnende Rückkehr zur Normalisierung den EUR stärken dürften

Text und Bild: Radovan Milanovic

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