GitHub wird Mircosoft’s Zukunft zementieren

Microsoft und Open-Source, der grosse Widerspruch

Da die Open-Source Bewegung immer umfangreicher und stärker wurde, lag es im ureigenen Interesse von Microsoft (MSFT) diese Programmier- und Softwareentwicklungs-Plattform nach dem Motto “Kauf Dir Deinen Konkurrenten und du bist ihn los”, zu kontrollieren. Silcon Valley Social Media Giganten wie Facebook und Twitter werden von den Behörden aus Datenschutzgründen an die Kandarre genommen, in ihrem Wachstum gehemmt und kämpfen neuerdings gegen den Vertrauensverlust ihrer Benutzer. Bei GitHub liegen die Karten völlig anders. Die Plattform dürfte erst im Kontext mit MSFT aufgrund der Monopolstellung von GitHub ins Visier der Wettbewerbsbehörden rücken, sollte sich nämlich MSFT GitHub in den Konzern einverleiben.

Die Bedeutung von Github

GitHub wurde vor 10 Jahren als Start-up gegründet, damit Software Entwickler ihre Codes und Tools untereinander austauschen und weiter entwickeln können. Dieser Open-Source Entwicklungs- und Austauschplatz steht für freie, offene und für jedermann zugängliche, kostenfreie Software sowie das Hosting für Open-Surce Software Projekte. Kommerzielle Interessen bleiben eher im Hintergrund. Microsoft hingegen steht für rein kommerzielle Software, wie z. B. das Betriebssystem Windows.

Am 1. März 2008 gab GitHub’s der Gründer Chris Wanstrath bekannt, dass das Unternehmen 2.000 Nutzer zähle. Im April 2017, waren es bereits 20 Mio. und 57 Mio. Datenquellen. Im Mai 2018 wuchsen die Benutzerzahlen bereits auf über 27 Mio. und die Anzahlen Datenquellen / Projekte auf über 80 Mio. Weitaus aussagekräftiger zur Verbesserung der Profitabilität ist die Tatsache, dass fast 2,0 Mio. Gesellschaften und Organisationen wie Facebook, Google, IBM, SAB aber auch Microsoft zu den namhaften Nutzern von Github gehören.

Ein Zusammenschluss beider Unternehmen wird den Kundenstamm von Microsoft und somit den Absatz ihrer Produkte erheblich vergrössern. Nach dem Erwerb von Nokia’s Handset Geschäft, LinkedIn, Skype und jetzt GitHub verändert der Microsoft seine Geschäftsstrategie. MSFT’s Konzernumbau ist in vollem Gange.

GitHub’s Entwicklung

Im Juli 2012 profitierte GitHub von zwei Investierungsrunden. Eine erste von USD 100 Mio. durch Risikokapitalgeber Andreesssen Horowitz sowie eine im Betrage von USD 250 Mio. durch ein Konsortium von Sequoia Capital, Andreessen Horowitz, Thrive Capital und weitere Venture Capital Funds. 2015 wurde GitHub bereits mit USD 2,0 Mrd. bewertet. Mit der heutigen Ankündigung durch Microsoft, die Plattform für USD 7,5 Mrd. zu erwerben, haben sich die Investitionen für die Risikoinvestoren gelohnt. GitHub zeigt sich in Bezug auf ihre Rentabilität äusserst bedeckt. Quellen berichten, dass die Einnahmen seit 2008 jährlich um 300 Prozent wachsen und der Break-even bereits in 2012 erreicht worden sei.

GitHub bringt MSFT Wachstumsimpulse

MSFT-Aktien konnten am Montag seit der Ankündigung des Kaufes von GitHub USD 0,75 zulegen (Tagesgewinn +USD 0,88). Die Aktien weisen ein KGV von 25,4 (2017) aus. Die Analysten gehen von einem Umsatzwachstum – noch ohne GitHub – der kommenden drei Jahre von 16,0 Prozent aus. Die Höhe des KGV, rief förmlich nach einem Trigger mit Wachstumspotential wie GitHub. Mit einer Dividendenrendite von 2,26 Prozent bleiben die Aktionäre Microsoft treu, denn vergleichbare Werten wie PSI Software (1,24 Prozent Rendite), SAP (1,5 Prozent), Symantec (1,16 Prozent)… weisen weit tiefere Dividendenrenditen, jedoch meist höhere Anlagerenditen  (Dividenden und Kursgewinne) auf.

Text: Radovan Milanovic
Bild:pixabay, Creator: photogrammer7

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