Die Überflieger der vergangenen Woche, die Fang-Aktien

Sentiment der New Economy beeinflusst das Inventionsverhalten in Old Economy Aktien

Trotz den enttäuschenden Wachstumsaussichten in Europa und den USA sorgte die Renaissance der Fang (Facebook, Amazon, Netflix und Google (Alphabet))-Aktien für eine positive Wochenbilanz an den wichtigen Börsenplätzen, denn die robusten Gewinnausweise und -aussichten wichtiger New Economy Vertreter überzeugten.

  • Facebook (FB): Q1 2018 Nettogewinn USD 5,0 Mrd. (+ 63 Prozent zur Vorjahresperiode). Wider Erwarten erweisen sich die FB-Fans treuer als aufgrund der Negativschlagzeilen der vergangenen Woche erwartet. Die Auswirkungen scheinen dem Unternehmen weniger anzuhaben als befürchtet
  • Amazon Web Services (AMS): Konzernumsatz und -gewinn von Amazon (AMZN) scheint keine Obergrenzen mehr zu kennen, nachdem auch die Tochter AMS mit ihren Cloud-Dienstleistungen schon in Q1 2018 einen Nettogewinn von USD 5,44 Mrd. auswies. Inzwischen beherrscht die Mutter auch in Deutschland bereits knapp 50 Prozent des gesamten Online-Handels und ist zum Platzhirschen im Online-Geschäft geworden
  • Netflix (NFLX): 125 Mio. Abonnenten sorgen für glänzende Geschäfte. Q1 2018: + 20 Prozent mehr Abonnenten (+ 7,4 Mio. zu Q4 2017), Umsatz USD 3,7 Mrd., Nettogewinn pro Aktie USD 0,64 (total USD 290,0 Mio., + 43 Prozent vs. Q1 2017), Gewinnerwartung für Q2 2018 pro Aktie: USD 0,75 (+ 17 Prozent zu Q1 2018)
  • Google: (GOOG): Q1 2018 Umsatz USD 31,1 Mrd. (+ 26 Prozent), Nettogewinn USD 9,4 Mrd., Gewinn pro Aktie USD 9,93 (USD 9,27). Alle Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahresquartal Q1 2017

Caterpillar-Resultat nur ein “positiver Ausrutscher” der konjuktur-sensiblen Branche?

Zur grossen Überraschung der Analysten verzeichnete der Baumaschinenkonzern Caterpillar (CAT) von Januar bis März 2018 eine Umsatzzunahme von 31 Prozent auf USD 12,86 Mrd. sowie einen Nettogewinn von USD 1,67 Mrd. (USD 2,74 pro Aktie) vs. USD 0,32 oder USD 192 Mio. im Vergleich zur Vorjahresperiode. In Anbetracht der seit rund einem Jahr steigenden US-Zinsen und der angespannten Lage am Immobilienmarkt mit nachgebenden Bauaufträgen wird es sich weisen, ob das Quartals-Resultat von CAT ein “Ausrutscher” ist. Denn die durchschnittlichen Hypothekarzinsen 30-jähriger Hypotheken (Fixed Mortgage Rates) stiegen in der zweiten Märzhälfte 2018 im Durschnitt bereits auf 4,44 Prozent (Ende Februar 4,22 Prozent) p.a. Steigende Hypothekarzinsen führten denn auch zu zum dritten Monat in Folge zu Rückgang privater Hauskäufe. Alleine im Februar 2018 gingen diese von 622.000 (Januar) auf 618.000 zurück.

Text: Radovan Milanovic

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