Die globale Angst vor dem Goldklau – Repatriierungen des Staatsgoldes

Bereits 1966 beschloss Frankreichs Präsident De Gaulle, seine Goldreserven aus den Gewölben der Federal Reserve Bank in New York, nach Frankreich zu schaffen. Frankreichs Notenbank organisierte auf Anweisung von Finanzminister Michel Debré die Repartriierung von Frankreichs Goldschatz, da Präsident De Gaulle den Amerikanern nicht traute.

2011 machte Venezuelas Präsident Hugo Chavez Ernst und oderte per Dekret 211 Tonnen des Edelmetalles, das in Europa lagerten ins „sichere Venezuela“ gebracht werden.

Deutschland will in 2020 die Hälfte seines Staats-Gold Schatzes vor Ort haben

Chavez leitete eine Kettenreaktion von Repatriierungen ein, die darauf folgten: Als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise traut kein Land mehr dem andern und fürchtet sich vor Beschlagnahmung in einem Konfliktfall. So will auch die deutsche Bundesregierung, dass in den kommenden drei Jahren jeweils 50 Tonnen Gold – des Goldschatzes von 3.396 Tonnen – von der US-Fed nach Deutschland gebracht werden. Insgesamt 674 Tonnen will die Bundesbank aus Frankreich (beim westlichen Nachbarn lagern 374 Tonnen des Edelmetalles) und den USA heim holen. Das Ziel: bis 2020 soll sich die Hälfte des Goldes in Deutschland befinden.

Mexiko will sicher gehen, dass das in England gelagerte Gold vorhanden ist

Und der mexikanische Rechnungshof fordert die Bank of Mexiko auf, die bei der Bank of England gelagerten Gold-Reserven einer physischen Bestandesprüfung zu unterziehen und die Vollständigkeit der gelagerten Reserven zu verifizieren.

Die Volksinitiative “goldinitiative” in der Schweiz fordert vollständige Repatriierung des Schweizerischen Goldbestandes

Die Initiative „Rettet unser Schweizer Gold“, welche am 20. März 2013 bei der Bundeskanzlei in Bern mit 105’279 beglaubigten Unterschriften eingereicht worden ist, fordert

  • Keine Goldverkäufe mehr durch die Schweizerische Nationalbank
  • Alles im Ausland gelagerte Schweizer Nationalbank-Gold muss zurück in die Schweiz
  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) muss mindestens zwanzig Prozent ihrer Aktiven im gelben Edelmetall halten

Zum Schutz der Brüsseler Kleptokraten

Die Initianten der Goldinitiative der Schweizerischen Volkspartei (SVP) unterstreichen Ihre Forderungen mit der neuesten Entwicklung in Zypern, wo sich die Europäische Union sich als „Diebstahl-Union“ entlarvt habe. Denn die Brüsseler Demokraten, die Schuldigen der Krise, enteigneten kurzerhand die Sparer. Diese „Kleptokraten“ erklärten den Diebstahl am Bürger nunmehr zum ordentlichen Programm. Da sich Spanien, Griechenland, Italien, Frankreich, Portugal in ähnlich auswegloser Überschuldung befinde, stehe die Frage im Raum, ob dort ebenfalls handstreichartige Raubzüge auf die Sparer stattfinden könnten.

Schuldenländer reden Ende der Goldreserven Politik schön

Während die USA, sowie die EU-Länder und der IMF nicht müde werden, immer wieder das Ende der Goldreserven Politik zu verkünden. Bauen wirtschaftlich aufsteigende Länder wie Russland, Indien und China ihre Goldreserven beträchtlich auf.

Quelle Informationen zur Schweizerischen Initiative: goldinitiative.ch

Text: Radovan Milanovic

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