Die fittesten Export-Volkswirtschaften der EU28

Aktiver Handelaustausch im EU-Binnenraum

Mangels Binnenwachstum, teilweise bedingt durch demographische Gegebenheiten sind europäische Volkswirtschaften gezwungen, immer mehr Güter zu exportieren. Deshalb auch die rasche Ausdehnung der EU auf bisweilen 28 Mitglieder. Neue Mitglieder schaffen neue Absatzmärkte.

In der Periode Januar bis August 2017 konnten Bulgarien, Kroatien, die Niederlande und Rumänien im Intra EU28 Handel gegenüber der Vorjahresperiode ihre Exporte je um 11, Litauen um 12, Slovenien um 13 und Finnland gar um 17 Prozent steigern. Mit Ausnahme der Niederlande gehen die Wachstumsraten von tiefem Niveaus aus. Es zeigt jedoch, dass sich die betreffenden Wirtschaften Erholungstendenzen aufweisen.

Starkes Exportwachstum ex EU28

Im Vergleich der Vorjahresperiode weisen nur 10 der 28 Mitgliedsländer ein einstelliges Exportwachstum auf. Einziger Rückgang (um 50 Prozent) weist Malta auf. Prozentmässiger Spitzenreiter des Exportwachstum ist Zypern mit 51, gefolgt von Litauen mit 25, sowie von Griechenland und Kroatien mit je 24, und Bulgarien mit 23 und Portugal mit 22 Prozent.

Unter den fünf grössten Handelspartnern der EU28 befinden sich

  • USA mit 4,0 Prozent höheren Exporten im Vergleich zur Vorjahresperiode (Januar bis August 2016) auf EUR 248,1 Mrd., während die Importe aus den USA um 3,4 Prozent abnahmen (Handelsbilanzüberschuss EUR 75,4 Mrd.)
  • China: Exporte + 19,2 Prozent, Importe + 3,4 Prozent, Handelsbilanz (HB) EUR -108,7 Mrd.
  • Schweiz: Exporte +13,1 Prozent, Importe -13,0 Prozent, HB EUR +29,4 Mrd.
  • Russland: Exporte + 22,3 Prozent, Importe +28,1 Prozent, HB EUR -40,2 Mrd.
  • Türkei: Exporte: +5,9 Prozent, Importe +5,2 Prozent, HB EUR +7,9 Mrd.

Vergleiche der wirtschaftlich stärksten Volkswirtschaften der EU28

Exporte insgesamt
Jan.- Aug. 2017
in EUR
Exportwachstum
gegenüber Jan.
– Aug. 2016 in
%
Handelsbilanz
Jan. – Aug. 2017
in EUR
Handelsbilanz
Jan. – Aug. 2017
in EUR
Belgien251,5 Mrd.6 Prozent14,2 Mrd.15,2 Mrd.
Deutschland847,2 Mrd.6 Prozent164,4 Mrd.170,3 Mrd.
Frankreich307,3 Mrd.4 Prozent-56,1Mrd.*-42,4 Mrd.*
Grossbritanien261,0 Mrd.9 Prozent-112,3 Mrd.*-142,3 Mrd.*
Italien297,7 Mrd.8 Prozent28,4 Mrd.33,6 Mrd.
Niederlande375,1 Mrd.13 Prozent43,8 Mrd.36,8 Mrd.
Spanien186,1 Mrd.8 Prozent-17,0 Mrd.*-10,3 Mrd.*

*Handelsbilanzdefizit

Bis 2012 haben sich im internationalen Handel die Exporte und Importe im Handel mit der EU mit wenigen Abweichungen die Waage gehalten. Nach der Finanzkrise 2008 und der folgenden Wirtschafts-Erholung wuchs der Handel auch dank des Aufkommens den Internethandels stark an.

Text: Radovan Milanovic
Datenquelle und Chart: Eurostat


Pressemeldung von Eurostat Press Office

August 2017 – Überschuss des Euroraums im internationalen Warenverkehr in Höhe von 16,1 Mrd. Euro – Defizit von 5,1 Mrd. Euro für die EU28-

Nach ersten Schätzungen lagen die Warenausfuhren des Euroraums (ER19) in die restliche Welt im August 2017 bei 171,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 6,8% gegenüber August 2016 (160,6 Mrd.). Die Einfuhren aus der restlichen Welt beliefen sich auf 155,4 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 8,6% gegenüber August 2016 (143,1 Mrd.). Infolgedessen registrierte der Euroraum im August 2017 einen Überschuss von 16,1 Mrd. Euro im Warenverkehr mit der restlichen Welt, gegenüber +17,5 Mrd. im August 2016. Der Intra-Euroraum-Handel belief sich im August 2017 auf 132,9 Mrd. Euro, ein Anstieg von 7,6% gegenüber August 2016.

Eurostat Press Office
Vincent BOURGEAIS
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