Die alternde Bevölkerung, Herausforderungen an die Wirtschaft

Die Überalterung Europas ist nichts Neues

Die Entwicklung der ungünstigen Demografie stärkt die Gesundheitsindustrie. Die neuesten Schätzungen der UN gehen davon aus, dass sich in 2050 die Anzahl der 60-Jährigen und Älteren gegenüber heute mehr als verdoppeln und bis ins Jahr 2100 mehr als verdreifachen soll. In absoluten Zahlen: Die heute 960 Mio. Anzahl Betroffenden sollen auf 2,1 Mrd., bzw. 3,1 Mrd. anwachsen.

Von der Überalterung der Bevölkerung ist Europa Ganzes betroffen, den bereits heute sind 25 Prozent der Einwohner im Alter von 60 Jahre alt oder älter. In 2050 sollen es bereits 35 Prozent sein. Das Gesundheitswesen und ihre verwandten Branchen wie die Biotechnologie, die Pharmaindustrie, die Gesundheitstechnologie sowie die Gesundheitsdienste stehen vor einer gesicherten Zukunft. Doch wie bei allen Unternehmen bestehen auch bei diesen das Unternehmerrisiko. Statt Investitionen in Einzelrisiken einzugehen, dürfte eine Diversifizierung der Risiken sowohl mittel-, als auch langfristig die bessere Wahl sein.

Fonds vs. ETFs – beide Anlagemedien federn die Einzel-Investitionsrisiken ab

Aktiv gemanagte Fonds verfolgen meist einen langfristigen Anlageansatz, definiert durch die Anlagekriterien des Fonds-Reglements. In den meisten Fällen wird dabei nach dem Bottom-up Ansatz investiert. In der Praxis werden dabei die Investitionsentscheide nach den Kriterien der Finanzanalyse gefällt. Dieses Investitions-Management wird durch Verwaltungsgebühren zwischen 2 bis 5 Prozent des Portefeuille-Wertes abgegolten. Trotzdem muss der Fonds-Manager seine Fondsanlagen (Portefeuille) in Form seines  Benchmarks, z.B. den Stoxx-Gesundheits Index, mit klar definierten Abweichungen, applizieren.

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist meist ein passiv gemanagter Fonds. Es handelt sich dabei meist um Index-Fonds. Da für die Verwaltung weniger Arbeit anfällt, liegen die Kosten für den Anleger erheblich tiefer. Auch die Handelbarkeit von ETFs ist oft weitaus leichter und kostengünstiger als für Fonds.

Die Gesundheits ETFs mit den höchsten 1-jahres Performance

  • Direxion Daily Healthcare Bull 3x Shares ETF, (Börsencode CURE), Performance seit Jahresbeginn – 1,7 Prozent (Performance der 12 Monate: + 47,7 Prozent), Anlagekriterien: Breite Abdeckung des Gesundheitswesens
  • PowerShares DWA Healthcare Momentum Portfolio ETF (PTH), + 3,8 (+ 43,6) Prozent, Gesundheitswesen, speziell Biotechnologie
  • ALPS Medical Breakthrough ETF (SBIO), + 4,0 (+41,2) Produzent, Gesundheitswesen, speziell Biotechnologie
  • Obesity ETF (SLIM), +0,6 (+ 37,3) Prozent, breite Abdeckung des Gesundheitswesens
  • PowerShares S&P SmallCap Health Care Portfolio ETF (PSCH), 5,1 (36,2) Prozent, breite Abdeckung des Gesundheitswesens

Wie bei allen Performance Betrachtungen lassen sich von historischen Ergebnissen nicht auf künftige Kursentwicklungen geschlossen werden.

Text: Radovan Milanovic

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