Deutsche Teens und Twens sparen für ihre Unabhängigkeit

Die Generation Y und Z , also die Altergruppen zwischen 15 und 25 Jahren ist bereits seit jungen Jahren mit digitalen Geräten und elektronischen Medien aufgewachsen. Ihnen gemeinsam ist auch die Vertrautheit mit der Informationsflut. Diese wiederum bietet die Möglichkeit die Informationen nach ihrem persönlichen Vorteil zu selektionieren. Eine Studie weist darauf hin, dass knapp 60 Prozent sowohl die Generation Y, als auch die Generation Z äusserst finanzbewusst sind.

Junge Deutsche beschäftigen sich mit dem Thema Geldanlage und nehmen sich Zeit, um sich eigenständig um ihre Finanzen zu kümmern – das besagt eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag von RaboDirect. 85 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sparen regelmäßig.

Während die unter 20-jährigen Befragten am häufigsten (42 %) kleinere Beträge von bis zu 50 Euro monatlich zurücklegen können, verfügen die etwas älteren über deutlich größere finanzielle Spielräume: Unter den 20- bis 29-Jährigen sparen die meisten entweder zwischen 100 und 200 Euro (18 %) oder sogar mehr als 200 Euro (39 %).

Finanzielle Unabhängigkeit wichtiger als ein Auto

Der großen Mehrheit von 87 Prozent der Befragten unter 29 Jahren ist Sparen wichtig oder sehr wichtig. Deshalb messen beispielsweise zwei Drittel der 14- bis 29-Jährigen (67 %) der finanziellen Unabhängigkeit mehr Bedeutung bei als einer teuren Wohnung oder einem Auto. Vor allem auf die 20- bis 29-Jährigen trifft das zu (70 % gegenüber 56 % unter den 14- bis 19-Jährigen). Etwa genauso viele (62 % der 14- bis 29-Jährigen) sparen, um nicht unnötig Geld auszugeben. Ein gut gefülltes Konto bringt Sicherheit und steigert die Vorfreude auf größere Anschaffungen. So bildet der Großteil der von forsa befragten jungen Menschen Rücklagen, um sich Wünsche zu erfüllen (88 %) oder für den Fall, dass mal mehr Geld benötigt wird (87 %).

Sorge um die Eltern motiviert den Nachwuchs zum Sparen

16 Prozent der Jugendlichen – hier auch vorwiegend die “Älteren” – müssen beziehungsweise mussten einen Teil ihrer eigenen Einkünfte an ihre Eltern abgeben, zum Beispiel einen Beitrag zur Miete. Für einige junge Leute sind die Eltern zudem ein triftiger Grund fürs Sparen, da sie sich Sorgen um deren finanzielle Situation im Rentenalter machen. Jeder zehnte Deutsche unter 29 Jahren legt deshalb hin und wieder Geld für Vater und Mutter zur Seite.

Hinweis: Für die repräsentative forsa-Erhebung wurden im Auftrag von RaboDirect Deutschland zwischen 23. Januar und 6. Februar 2019 insgesamt 1.207 Personen befragt (400 in der Altersgruppe der unter 29-Jährigen).

(ots)

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