Desktop Metal Inc., der junge USD 1 Mrd. High-Tech Gigant

Desktop  Metal Inc. (Burlington, Massachusetts), ein Start-up, wird die Präzisionsmechanik revolutionieren. Die Gesellschaft plant 3D-Drucker herstellen, welcher Instrumente, Werkzeug- oder Präzisionsteile, …  in 3D in Alminium, Titanium, Kupfer und Stahl replizieren kann. Bis anhin konnten 3D-Drucker nur Produkte aus leichteren Materialien wie Plastik oder Papier erstellen.

Venture Kapitalgeber investierten bereits USD 212 Mio.

Elf Wissenschaftler, die meisten mit einem Background der technischen Elite-Uni MIT (Massachusetts Institute of Technology) verfolgten die Idee und wollten einen 3D-Drucker für Metallteile zur Serienreife führen. Die Idee wurde begeistert aufgenommen. Unter anderem durch die Venture Kapital Gesellschaft New Enterprise Associates (NEA) aus Silicon Valley. Einige Venture Investoren, NEA sowie der 3D-Weltmarktführer Stratasys Ltd. (SSYS) schossen der jungen Gesellschaft im Oktober 2015 rund USD 14 Mio. (Tranche A) an Venture Kapital ein. Sechs Monate später, im April 2016 erhöhten die bisherigen Risikokapitalgeber ihre Investitionen um zusätzliche USD 34 Mio. (Tranche B). Im Februar stiessen GV (Google Ventures), BMW i Ventures und Lowe’s Ventures dazu und finanzierten die (dritte) Risikokapital-“Tranche C” mit USD 45 Mio. Das Funding belief sich zwischenzeitlich bereits auf USD 97 Mio. Am 17. Juli 2017 ersuchte Desktop Metal um weitere USD 115 Mio. Kapital (Tranche D). Neben NEA und vielen Venture Kapitalgebern stechen aber auch Gesellschaften wie General Electric (GE), Google Ventures, die Shenzhen Capital Group (SCGC) und Saudi Aramco heraus, welche mit dem Investment nicht nur finanzielle, sondern auch strategische Ziele verfolgen dürften.

Trotz der grosszügigen finanziellen Hilfen von USD 212 Mio. werden die 3D-Geräte nicht wie geplant in 2017, sondern erst 2018 auf den Markt kommen.

Desktop Metal wird bereits mit über USD  1 Mrd. bewertet

Kunden solcher 3D-Drucker für die Massenproduktion von Metallteilen können grosse Autokohersteller aber auch Konzerne wie Apple, General Electric , GM, IBM,… sein aber auch Konstuktions-Firmen. Denn Desktop Metal 3D Geräte sollen nur rund 10 Prozent wie konventionelle Laser basierte Systeme kosten, wesentlich kleiner und rund 100 Mal schneller arbeiten. Die 3D-Produkte sollen zudem nur einen Bruchteil der bisherigen Produktionskosten ausmachen.

Stratasys und Desktop Metal im Fokus der Investoren

Die Metall 3D-Printer können die Metallverarbeitsungs-Branche sowie das Ingenieurwesen auf den Kopf stellen und die Herstellungskosten vieler Produkte senken. Aufgrund des technischen Know-hows, der Marktaussichten und des faktisch unbeschränkten Potentials der Desktop Metal 3D Printer wird die Gesellschaft bereits mit mindestens USD 1 Mrd. bewertet. Mit dem Venture Kapitalgeber SSYS der ersten Stunde ist eine strategische Partnerschaft im Hinblick auf die Vermarktung vereinbart worden. Dies dürfte einerseits SSYS zu einem Gewinnschub verhelfen und Desktop Metal zu einem erfolgreichen IPO führen.

Text: Radovan Milanovic

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