Corporate Responsibility – das entscheidet über den Erfolg

Viele Unternehmen haben sie für sich entdeckt, viele Kunden setzen sie inzwischen voraus: Die Corporate Social Responsibility (CSR), auch Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung genannt. Während viele Unternehmen mit sozialer Verantwortung gut fahren, scheitern andere jedoch an der Umsetzung. Welche Faktoren entscheiden über den Erfolg der Corporate Social Responsibility?

CSR als Teil der Geschäftsstrategie

Die CSR ist ein freiwilliger Beitrag des Unternehmens zu einer nachhaltigen Entwicklung. Dieser Beitrag geht über die gesetzlich vorgegebenen Forderungen hinaus und erstreckt sich über die eigentliche Geschäftstätigkeit (Markt), ökologische Aspekte (Umwelt) bis hin zum Umgang mit Mitarbeitern und Interessengruppen. Im besten Fall entsteht eine Win-Win Situation, bei der alle Seiten, also Firma, Kunden und Umwelt, profitieren. Aufgrund dieser Freiwilligkeit begehen Firmen bei der Umsetzung aber oft einen fatalen Fehler: Dann nämlich, wenn Corporate Responsibility lediglich als Marketingstrategie eingesetzt werden soll, geht die Rechnung nicht auf.

Wie es richtig geht, zeigen Befragungen zu Unternehmen, welche CSR richtig einsetzen. Dabei scheint ein gemeinsamer Nenner zu sein, CSR in alle Bereiche eines Unternehmens zu integrieren. In Umfragen gaben daher 90% der Teilnehmer an, dass die Integration der CSR in die Geschäftsstrategie ausschlaggebend für ihren Erfolg ist. 87% meinten zudem, dass die Verantwortung direkt bei der Chefetage liegen muss, damit die Strategie kompetent umgesetzt wird. Auch die Bereitstellung von  Best-Practice-Beispielen, Vernetzung und die Förderung von Wissensaustausch werden neben der öffentlichen Anerkennung als Faktoren genannt.

Ernsthafte Umsetzung ist Pflicht

Es bleibt festzuhalten, dass nur die ernsthafte Umsetzung einer derartigen Strategie dem Unternehmen – und den Kunden – langfristige Vorteile verschafft. Wie es richtig geht, zeigen Firmen, die CSR bereits erfolgreich anwenden. Als Beispiel aus der iGaming Branche sei hier die Mr Green Green Gaming Kampagne genannt: Mr Green ist ein Online-Casino Anbieter, der die eigene gesellschaftliche Verantwortung in den Vordergrund rückt und Kunden bei verantwortungsvollem Spielen unterstützt. So stellt die Firma ein Prognose-Tool zur Verfügung, welches dem Kunden anzeigt, ob sein Spielverhalten noch im gesunden Bereich liegt und zudem ein persönliches Risiko-Level anhand von Nutzerdaten und einem Selbsttest anzeigt. Auf seiner Webseite gibt der Anbieter Tipps, um Spielsucht vorzubeugen und bietet Einzahlungs-, Verlust- und Einsatzlimits an; es ist sogar möglich, das eigene Konto für eine ausgewählte Anzahl an Tagen zu sperren.

Große IT-Unternehmen wie Microsoft und Apple setzen ebenfalls schon länger auf nachhaltige Strategien. So ist Apple zum Beispiel führend bei der Versorgung der eigenen Produktion mit nachhaltigen Energien und der Verwendung von recycelbaren Materialien in Smartphones und Notebooks. Der Software-Gigant hat alleine für die Errichtung einer Solar-Energie Anlage über zwei Milliarden Dollar ausgegeben – die Anlage beliefert eines von Apples großen Datencentern mit Energie.

Die amerikanische Target Corporation, der zweitgrößte Discount-Einzelhändler in den USA, setzt CSR wiederum in einem breiteren Spektrum um: Das Engagement von Target erstreckt sich von Stipendienprogrammen über nachhaltige Geschäftspraktiken bis hin zu finanziellen Hilfen für Lokalgemeinden. Insgesamt fünf Prozent ihres Profits steckt die Firma in solche lokalen Projekte und motiviert jährlich über 1.000 ihrer eigenen Mitarbeiter dazu, sich persönlich zu engagieren. Als Grundregel gilt: Erst wenn die Kunden merken, dass das Unternehmen trotz möglicher Gewinneinbußen Verantwortung übernimmt, goutieren sie dessen Strategie.

Fazit

Corporate Social Responsibility kann – richtig umgesetzt – sowohl Unternehmen, als auch Kunden und Umwelt profitieren lassen. In der heutigen Zeit achten sowohl Verbraucher, als auch Arbeitgeber und Arbeitnehmer verstärkt auf gesellschaftliches Engagement, das über die gesetzlich vorgeschriebenen Regeln hinausgeht. Allerdings ist es wichtig, CSR ernsthaft umzusetzen: Die Verantwortung dafür sollte direkt in der Chefetage liegen, Best-Practises sollten angewandt und geteilt werden und die Umsetzung in die Geschäftsstrategie aufgenommen werden. Dann profitieren am Ende alle Seiten von der Umsetzung – sowohl Kunden, als auch die Umwelt werden es den Unternehmen danken.

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