Bundesliga: Wirtschaftsbericht zeigt neue Rekorde

Neue Rekordzahlen für den Bundesligastand 2018

Jedes Jahr veröffentlicht die Deutsche Fußball Liga (DFL) die aktuellen Zahlen zum wirtschaftlichen Stand der 1. und 2. Bundesliga. 2018 hat der deutsche professionelle Fußball mit einem Umsatz von mehr als 4 Milliarden Euro einen neuen Rekord aufgestellt. 14 Bundesligavereine kamen hierbei auf einen Umsatz von über 100 Millionen Euro. Dieser Trend ist nicht neu: Seit mehr als dreizehn Jahren befindet sich der Bundesligafußball in einem stetigen Wachstum. Der Umsatz stieg dabei insgesamt um 4,2 % im Vergleich zu der Saison 2015/2016. Betrachtet man nur die 1. Bundesliga, konnte ein Umsatz von 3,37 Milliarden Euro erzielt werden, was das Dreifache der Umsätze aus dem Jahre 2003/2004 bedeutet (1,09 Milliarden Euro). 14 der 18 Bundesligavereine schafften es jetzt jeweils auf einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro, wobei der FC Bayern München hier alle anderen Teams in den Schatten stellt.
Auch in der 2. Bundesliga stiegen die Umsätze von 608,3 Millionen Euro im Jahre 2016/2017 auf 635,2 Millionen Euro im Jahre 2017/2018. Dies entsprach einem Wachstum von 4,4 %.

Wachstumszahlen nicht die einzigen Indikatoren

Obwohl die Zahlen klar belegen, dass der Fußball in Deutschland boomt, sind dies keine finalen Indikatoren. So konnte der Hamburger SV zwar einen Umsatz in Höhe von 122,1 Millionen Euro nachweisen, verlor aber für das 2017 abgeschlossene Geschäftsjahr 13,4 Millionen Euro. Ein Grund hierfür liegt darin, dass die Hanseaten schon länger als Krisenclub gelten und vom Abstieg bedroht sind. Die einzige Möglichkeit für den Verein, das Ruder doch noch herumzureißen besteht darin, Siege einzufahren. Schaut man sich jedoch die Wettquoten auf Live-Wetten bei bet365 zum anstehenden Spiel gegen Stuttgart an, sieht die Realität nüchtern aus. Die Hamburger Chancen stehen mit einer Siegesquote von 4,75 gegenüber 1,75 der Stuttgarter nicht gut da.

Die spielerische Krise hat direkten Einfluss auf den finanziellen Wert der Hanseaten. So umfasst der Marktwert der gesamten Mannschaft hier grade einmal 78,8 Millionen Euro. Die Berechnung des Marktwertes gibt nämlich ebenfalls Aufschluss über die wirtschaftliche Leistung der individuellen Vereine und lässt Rückschlüsse auf die Bundesliga als ganzes zu. Nicht überraschend kommt der FC Bayern wieder ganz vorne. Das Team schafft es nach Stand im März 2018 auf 642,5 Millionen Euro und ist damit die einsame Spitze. Borussia Dortmund ist das wirtschaftlich betrachtet zweitwertvollste Team mit einem Gesamtmarktwert von 364,5 Millionen Euro.

Wirtschaftsmotor Fußball

Trotz der großen finanziellen Unterschiede der individuellen Vereine ist die Bundesliga ein wichtiger Bestandteil der deutschen Wirtschaft. Alle 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga zahlten 2017 zusammen mehr als eine Milliarde Euro Steuern. Rechnet man die Sozialversicherungs- und Unfallversicherungskosten mit ein, steigt diese Summe noch weiter an. In den letzten 10 Jahren gaben die Vereine insgesamt 8,57 Milliarden Euro aus. Der Wirtschaftsaspekt Fußball ist auch für den Arbeitsmarkt nicht unerheblich. In der Saison 2016/2017 wurden insgesamt 54.275 Menschen in dem Wirtschaftszweig beschäftigt. Für die Rekordbrüche und das stetige Wachsen des deutschen Fußballs war auch die Fußball-WM 2006 nicht unerheblich. Fans gaben hier 2,86 Milliarden Euro aus und kurbelten die deutsche Wirtschaft damit an. Einer der wichtigsten Faktoren für diese große Geldsumme waren die 1,3 Millionen ausländischer Besucher, von denen rund 390.000 die Stadien besuchten.

Das könnte Sie auch interessieren: