Blockchain Technologie immer wichtiger – Autoindustrie sieht EUR 100 Mrd. Potenzial

Blockchain Technologie immer unverzichtbarer – Bitcoin wieder gesucht

In immer kürzeren Intervallen werden neue Anwendungsmöglichkeiten und Anwendungen der Blockchain-Technologie bekannt. Immer mehr Industriezweige und global tätige Unternehmen sehen in der Verkettung der Datensätze mittels Kryptographie die Zukunft von Forschung, Entwicklung, Produktion, Absatz… ihrer Produkte und Dienstleistungen. Seit Anfang Dezember berichtet die Presse auffallend häufig über die Unverzichtbarkeit der Blockchain Technologie.

Präsident Trump ernennt Bitcoin Anhänger Mick Mulvaney zu seinem Stabschef

Da “Blockchain” im gleichen Atemzug mit Bitcoin genannt wird, erstaunt es nicht, dass sich seit dem Einbruch des BTC und im Gefolge sämtliche Krypto-Währungen seit Sonntag wieder erholen. Mulvaney ist ein starker Bitcoin-Befürworter. Sein Einfluss auf Präsident Trump dürfte der Krypto-Industrie neuen Auftrieb und den digitalen Währungen wieder ins Blickfeld verhelfen. Denn er selbst war mit namhaften Juristen an der Entwicklung der Blockchain Caucus beteiligt, welche Gesetze entwirft, die neue technische Entwicklungen wie Krypto-Währungen abecken. Mulvaney ist überzeugt, dass die Blockchain Technologie das Potenzial hat, die Finanzindustrie, die US-Wirtschaft und Dienstleistungen der Regierung zu revolutionieren. Er zeigt sich stolz, Teil der Caucus-Blockchain zu sein.

Blockchain Technologie immer wichtiger für Industrie und Gewerbe
Quelle: pixabay, Creator: geralt

Text: Radovan Milanovic

Pressemeldung von Simon-Kucher & Partners

Automobilindustrie sieht in 2030 ein Blockchain Potenzial von über EUR 100 Mrd.

Ob intelligentes Staumanagement, automatisiertes Bezahlen oder hoher Datenschutz – Kunden sind bereit, für innovative Lösungen rund um ihr Auto zu bezahlen. Die Datenbanktechnologie Blockchain, auf der diese und weitere Anwendungsfelder basieren, hat deshalb ein enormes Monetarisierungspotenzial in der Branche.
Blockchain hält Einzug in den Automotive-Sektor. Das Interesse von Autobesitzern und Verkehrsteilnehmern an den zahlreichen Einsatzfeldern, die durch die neue Datenbanktechnologie möglich werden, ist vorhanden, wie eine aktuelle Studie* der globalen Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners zeigt. Als besonders attraktiv bewerten die Befragten dabei Lösungen, die zeitsparend sind, etwa ein intelligentes Staumanagement (19,7%) oder automatisiertes Bezahlen (17,5%). Ebenfalls beliebt sind Anwendungen, die ein gutes Fahrverhalten “belohnen”, zum Beispiel reduzierte Versicherungstarife für einen sicheren Fahrstil (11,7%) oder finanzielle Anreize für besonders umweltfreundliches Fahren (10,3%).

“Der Mehrwert, den Blockchain-Anwendungen für Endkunden bietet, ist also offensichtlich”, sagt Antoine Weill, Partner in der globalen Automotive Practice bei Simon-Kucher. “Automobilhersteller dürfen aber nicht vergessen, dass sie damit auch erhebliche Gewinne erwirtschaften können.” Denn die Studie offenbart auch, für welche Blockchain-Lösungen Autofahrer bereit wären, monatlich wie viel zu bezahlen:

  • Zeitsparendes Staumanagement: 27% wären bereit, dafür monatlich 10 Euro zu bezahlen
  • Hoher Datenschutz/Sicherstellung der Hoheit über die Daten: 9,60 Euro (7%)
  • Fernsteuerung des Autos (z.B. zum Öffnen/Verschließen): 7,20 Euro (12%)
  • Automatisierte Bezahlvorgänge (z.B. an Parkplätzen): 5,70 Euro (17%)
  • Verlässliche Fahrzeugdaten bei Gebrauchtfahrzeugen: 5,00 Euro (7%)Hochgerechnet ergibt das eine Summe von 104 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030. “Der Mehrwert von Blockchain-Lösungen und die Zahlungsbereitschaft der Kunden hält also ein enormes Monetarisierungspotenzial bereit”, sagt Antoine Weill. “Die Automobilbranche sollte jetzt damit beginnen, ihre Strategien und Geschäftsmodelle anzupassen, um künftig nicht nur ihr Angebot um Blockchain-Lösungen zu erweitern, sondern um diese auch monetarisieren zu können.” Das erfordert eine industrieweite Infrastruktur. “Die enge Kooperation der einzelnen Player -Automobilhersteller, Taxibetriebe, Stadtbetriebe, Mautstellen etc. – ist die Grundvoraussetzung, um dieses Milliarden-Potenzial auszuschöpfen.”

*Über die Studie: Die Studie “Blockchain in der Automobilindustrie” wurde im Oktober 2018 von Simon-Kucher & Partners global durchgeführt (n= 362). Abgefragt wurde unter anderem der Bekanntheitsgrad von Blockchain und künftigen Anwendungsfeldern in der Automobilindustrie sowie die Zahlungsbereitschaft für einzelne Anwendungsfelder.

simon-kucher.com

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