Bitcoin wird hoffähig – Börse Stuttgart ebnet den Weg für “digitale Assets”

Nach Bison folgt die Börsen- und ICO-Plattform

Nach der holprigen Woche für Krypto-Währungen überraschte die Börse Stuttgart die Krypto-Gemeinde mit der Ankündigung, eine Plattform für ICO (Initial Public Coin Offerings) Transaktionen zu bilden. Bereits im April kündigte die Börse an, im Herbst 2018 mit “Bisonapp”, einer Abwicklungs-App für Krypto-Währungen, auf den Markt zu kommen. Bisonapp ist nicht nur eine App mit Live-Kursen mit der Krypto-Währungen gehandelt werden. Sie umfasst auch einen Krypto-Radar, welcher fortlaufend Tweets und Nachrichten über digitale Währungen sammelt, analysiert und in Form eines Stimmungsbarometers anzeigt. Vorerst wird sich die Börse auf Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC)  and Ripple (XRP) konzentrieren.

Mit der Krypto-Börsenplattform plant die Börse Stuttgart die gesamte, hoch profitable Wertschöpfungskette der eWährungen abzudecken. Beginnend mit der Zahlung und Finanzierung von IPOs (Börsenkotierungen) in Form von ICOs. Deren Token werden an die Investoren verkauft. Diese Art der Unternehmensfinanzierung sowie die Kotierung und der Handel von Krypto-Währungen dürfte der Börse Stuttgart zu neuen Gewinnimpulsen führen.

ICO-Token bergen hohe Risiken

Der Grad des Gewinnpotenzials widerspiegelt das Risiko, auch für Vermittler von Token. Wobei die Anleger natürlich die grössten finanziellen Risiken tragen. Denn Token weisen keinerlei Wertbezug zu Fundamentalwerten auf. Es fällt auf, dass nach dem jähen Einbruch der Krypto-Währungen im Januar 2018 die Nachfrage der Investoren nach ICOs latent zurück gekommen ist. Kommt dazu, dass Hacker die Erträge von rund zehn Prozent alles ICOs entwendet haben.

Grosser Schwachpunkt digitaler Währungen ist ausgemerzt

  • Ein Schwachpunkt von Krypto-Währungen ist der hohe Zeitaufwand beim Ablauf – insbesondere – von BTC-Transaktionen. Bitcoin-Zahlungen können bis zur Ausführung leicht zehn Minuten oder länger dauern. Mastercard scheintjetzt eine Lösung gefunden zu haben, den Zahlungsablauf digitaler Währungen erheblich zu beschleunigen. Mastercard gewann für dieses Verfahren sogar das US-Patent und weist gegenüber seiner Mitbewerbern einen erheblichen Wettbewerbsvorteil auf
  • Für gewichtige Online-Händler wie Amazon, eBay oder Zalando sind Zahlungen in Krypto-Währungen (noch?) nicht vorgesehen
  • Trotz wachsender Popularität hemmen die fehlenden Anwendungsmöglichkeiten die Verbreitung digitaler Währungen im Alltag

Text und Bild: Radovan Milanovic

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