Apple-Fans vs. Analysten, Investoren und Insider

Nach Apple erwartet auch Samsung tiefere Umsätze

Nach Apple Inc. erwartet auch Samsung Electronics Co., Ltd. (Tochter der Samsung Group) künftig tiefere Umsätze. Die goldenen Zeiten der Mobile-Phone Hersteller ist passé. Glücklicherweise sind beide Unternehmen breit diversifiziert aufgestellt und weisen rentable Mobilfunksparten auf, welche jedoch hohe Forschungs- und Entwicklungskosten verschlingen. Die Investoren scheinen dem Börsenliebling Apple fast alles zu verzeihen. Wohl bis erste Trend-Investoren die Reissleine ziehen.

AAPL‘s gedämpfte Umsatzerwartungen gehen in diesem Quartal von Erlösen von USD 55 auf 59 Mrd. (-4,3 bis 9,8 Prozent) aus, nach USD 61 Mrd. in Q1 2018. Bereits im umsatzstärksten Quartal, dem Weihnachtsquartal, setzte der Konzern USD 84,3 Mrd. um und erreichte damit genau das anvisierte Umsatzziel. Die Analysten mahnen mit dem Zeigefinger, doch (Klein-)Aktionäre setzen weiterhin auf die Aktie.

Die irrationale Kursentwicklung der Apple-Aktien drängt nach Erklärungen. Ausschlaggebend für eine solche Entwicklung sind die Analysten, die Promo-Maschinerie der Gesellschaft (Influencer) und Hardcore APPL-Fans, Institutionelle- und Klein-Anleger sowie die Insider der Gesellschaft.

Apple-Fans vs. Analysten, Investoren und Insiders

Treue Kunden, hoffnungsvolle Aktionäre und loyale Insiders zeichnen eine Gesellschaft mit erfolgsversprechender Zukunft aus. Doch auch erfolgreiche Unternehmen müssen unter wertneutralen Kriterien angeschaut und bewertet werden. Betrachten wir die drei Kriterien, um uns eine objektive Meinung zu bilden.

Apple Fan-Gemeinde reagiert kaum preissensitiv

Kaum ein Lifestyle (Massen-)Produkt weist eine treuere Fangemeinde auf als i-Artikel Benützer. Apple kann die Preise für neue Produkte beinahe nach Belieben dank ihrer Kundennähe gestalten. Und die Produkt-Pipeline ist stets für Überraschungen gut, welche geheimnisvoll angekündigt und an Apple-Veranstaltungen raffiniert vermarktet werden. Jedes Jahr beginnt zuerst mit einer Frühlings-Veranstaltung im März, gefolgt von der WWDC (The Apple Worldwide Developers Conference), vom 4. bis 8. Juni 2019 (Software und High-End Produkte) in San Jose (Kalifornien) und den Präsentationen im September (iPhones und Apple Uhren) und Oktober (iPads und Macs).

Der Ärger von Apple-Kunden beginnt meist bei einem Defekt des Gerätes. Klassisch, der Bruch des Handy-Glases. Handy-Reparatur Shops stöhnen unter den immer höheren Preisen für Ersatzteile wie dem Glas. Ihre Margen werden immer dünner, da der Teuerungsschub nicht vollständig auf die Kunden abgewälzt werden können. Die hohen Preise, defekter iPhones welche bei eBay angeboten werden weisen klar auf den Mangel von Ersatzteilen hin. Neueste iPhones werden teilweise verschweisst, so dass Reparaturen kaum mehr möglich sind. In Zeiten guter Konjunktur profitiert AAPL’s Mobilfunksparte von der unelastischen Preiselastizität. Apple-Produkte siedeln sich im höheren Preissegment “vergleichbarer” Produkte an und reagieren deshalb zyklisch.

Wichtigste Grossaktionäre haben im 2. Quartal 2018 begonnen, ihre Beteiligungen an Apple abzubauen

Gewichtige Aktionäre haben ihre Aktienbestände bereits im 2. Quartal 2018 abgebaut. Zu einem Zeitpunkt als die AAPL-Aktien zu ihren Höchstkursen anzogen. Am 02.10.2018 erreichten die Papiere ihre Höchstkurse bei USD 199,00 (Tagesschlusskurs). Zu den Investoren mit den grössten Verkäufen gehörten Vanguard Group Inc. (Abbau von -7,01 Prozent ihrer Bestände), Blackrock Inc. (-6,12 Prozent), Berkshire Hathaway, Inc. (-5,23 Prozent), State Street Coporation (-3,99 Prozent), FMR, LLC (-2,30 Prozent)… Zur Zeit halten institutionelle Anleger 61,2 Prozent der ausstehenden Apple-Aktien. Die aktuelle Marktkapitalisierung der Gesellschaft beträgt USD 760,27 Mrd.

Insider auf der Verkäuferseite

Die Insider-Transaktionen zeigen die Stimmung zu Apple klar. In den vergangenen 12 Monaten verzeichnete die SEC (Security Exchange Commission) insgesamt 53 Transaktionen, nämlich 2 Käufe und 51 Verkäufe. In den vergangenen 3 Monaten fanden keine Insider-Käufe, jedoch 2 -Verkäufe statt.

Text: Radovan Milanovic
Bild: pixaby, Crator: StockSnap

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