Arktisches Wetter sorgt für Umsatz im stationären Handel

Nach dem traditionellen Umsatzloch des Detailhandels im Januar 2018. Sorgte gerade die extreme Kälte des Februars für steigende Umsätze im stationären Handel. Dieses Mal waren die Online-Anbieter aus China klar die zweite Wahl, denn es gilt, die Ware lieber gestern als morgen zu erhalten.

Der lokale Online-Handel und stationäre Profiteure des eisigen Wetters

  • Lokale Heizölfirmen leisten Überstunden und lassen sich diesen vergolden. Benötigt der Kunde das Heizöl “sofort”, also innerhalb von zwei Tagen, muss er mit üppigen Zuschlägen von 6,5 bis 7,0 Prozent bei einer Abnahme von 3.000 Litern rechnen. Die politische Grosswetterlage im Februar beeinflusste den Heizölpreis kaum, wohl aber die Wetterkapriolen. Die warmen, ersten Februartage brachten den Marktpreis Preis um rund EUR 5,00 bis auf EUR 57,40 – 57,60 / 100 Liter zurück. In der Zwischenzeit liegt er deutschlandweit im Durchschnitt bei rund EUR 62,00 – 63,00. Der Preis stieg somit über 9 Prozent in 10 Tagen
  • Ob Amazon, Lidl, Conrad oder Media Markt, Anbieter, welche eine schnelle Lieferung der Geräte bieten. Alle profitierten von der Kälte. Denn Heizgeräte gehen weg wie warme Semmeln. Und bei Autohäusern und Autozubehör-Geschäften sind Autobatterien wahre Verkaufsrenner
  • Günstigere Modeketten wie Adler, C&A, H&M, Vögele, … werden ihre restliche Winterkleidung los. Mützen, Halstücher, Pullover und Handschuhe sind mancherorts ausverkauft. Denn die meisten dieser Händler bieten gerade jetzt ihren Winterschlussverkauf durch. Da der Frühling naht, sind billigere Produkte für die restlichen kalten Tage gefragt
  • Auch Pizza- und Mahlzeitenlieferanten haben Grund zum Feiern. Nur wenige wollen nach dem stressigen Arbeitstag zu viel Zeit in der Kälte verbringen um dann noch im Supermarkt die Zutaten für das Abendessen zu kaufen
  • Doch die grössten Profiteure sind die Reiseanbieter. Schlechtes, kaltes Wetter regt die Phantasie an Sonne, Traumstrände und Wellnessferien an. Eine Augenschein der Preisentwicklung von Badeferien-Arragements bestätigt die Nachfrage nach Urlaub in sonnigeren Gefilden. Aber auch Weekend-Trips, raus aus der Kälte, sind stark gesucht

Text: Radovan Milanovic

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