Analyse des Marktes einfach gemacht – Indikatoren die Zauberworte

Verändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen bedingen flexible Anlageentscheide. Die Börsen-Indikatoren sprechen eine klare Sprache. Zu lange haben die Wertpapierbörsen nur eine Richtung gekannt: Richtung Norden. Die Überhitzung der Börsen hat dazu geführt, dass die Bewertungen der Aktien alles andere als günstig sind. In Zukunft dürfte es nicht mehr so einfach sein, mit Abwarten eine hohe Rendite mit Aktien zu verdienen. Vorbei die Zeit, einfach Aktien – gleich welcher Qualität (Bonität, Aussichten, Bewertung) – zu kaufen und zu halten. Es gilt, die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Zeit ist reif für massgeschneiderte Anlagestrategien. Sei es bezüglich der Investition / Desivestition bestimmter Branchen, Aktien, Anleihen, derivative Produkte oder Optionen. Oder mittels Kombination von Finanzprodukten zur Kursabsicherung oder zur Optimierung der Rendite ihrer Anlagen. Ob Hausse oder Baisse, mit gutem Timing und richtiger Strategie lässt sich an den Börsen immer Geld verdienen.

Widersprüchliche Wirtschaftserwartungen in Kombination mit technischen Marktindikatoren deuten auf schwächere Märkte

Wirtschaftsindikatoren

Otimale Marktanalysen basieren auf erwarteten ökonomischen Kennzahlen wie Industrieaufträge, Lagerbestände, Kleinhandelsumsätze, neu geschaffene Jobs, Arbeitslosenzahlen, Produzentenpreise, Inflationsrate… Die Folgerungen nach dem “wie weiter” führt mit dem Resultat der Analyse der technischen Indikatoren zur Schlussfolgerung. Die persönliche Markteinschätzung.

Technische Indikatoren

a) Primär-Indikatoren definieren sich als Preis und Volumen des handelbaren Gutes. Die beiden Grössen sollten eine konstante Kongruenz aufweisen. Ansonsten der Grund für die Entwicklung zu evaluieren ist.

b) Sekundär-Indikatoren
Die bekanntesten und meist beachtesten sind

  • Advanced / Declined Verhältnis: Steigende Kurse werden fallenden gegenüber gestellt
  • Kurzfristig überkauft / überverkauft Oscillator: Die 10-Tages Durchschnittslinie der Anzahl steigender Kurse abzüglich der Anzahl fallender Kurse. Je nach Entwicklung dieser Linie zeigt sich ein “überkaufter”, bzw. “überverkaufter” Markt
  • 10-tages Durchschnitts steigendes / fallendes Volumen. Dieser Indikator vergleicht die steigenden mit dem fallenden Volumen des Marktes
  • Neue Hochs vs. Neues Tiefs: Anzahl der Aktien – im 10-Tages Vergleich – welche neue Höchstkurse erreichen, verglichen mit solchen mit neuen Tiefstkursen

Finanzmag.com stellt die Rubrik “Wissen” vor

Finanzmag.com wir in regelmässiger Folge interessante Absicherungs-Strategien, aber auch Strategien zur Gewinnoptimierung anhand praktischen Beispielen aufzeigen. Daneben werden wir Ihnen Wertpapierarten vorstellen, welche von vielen Anleger nicht beachtet werden. Oft, weil sie ihre Eigenschaften nicht kennen oder verstehen.

Text: Radovan Milanovic

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