An Deutscher Telekom geht kein Weg vorbei

Erhebliche Fördermittel für die Deutsche Telekom in Sicht

Für die neue Bundesregierung ist die Digitalisierung “eine der grössten Herausforderungen für Deutschland.” Im Optimalfall sollte bis 2025 die Glasfaserinfrastruktur flächendeckend stehen. In diesem Zusammenhang fordert die BREKO, der Bundesverband Breitbandkommunikation e. V., die Vereinigung der meisten deutschen Festnetzbetreiber, dass die Erlöse aus der Vergabe der UMTS- un 5G-Lizenzen zweckgebunden verwendet werden sollen. Und lädt auch gleich zur BREKO Glasfasermesse 2018 am 13. und 14. März 2018 in Frankfurt a. M. ein. Sie möchte zudem, dass jedes haus einen Glasfaseranschluss aufweist. Für den Ausbau des Glasfasernetzes in den nächsten vier Jahren sieht Berlin einen Finanzierungsbedarf von zehn bis zwölf Milliarden EUR vor. Da es sich auch um politisch motivierte Infrastrukturaufgaben handelt, wird die Deutsche Telekom (DTE) in den Genuss von Fördermitteln für die Glasfaseranbindung ihrer VDSL-Kabelverzweiger für Vectoring kommen.

Schnelles und störungsfreies Internet mittels Vectoring

Dieses Verfahren zur Datenübertragung soll Einschränkungen von Datenraten, welche durch Fremd- und Störsignale wie Interferenzen auf DSL-Leitungen entstehen, verringern und gar kompensieren. Soeben hat die Deutsche Telekom bekannt gegeben, dass sie den Ausbau dieser Technik in 2018 vorantreiben will. Mit der deutlich besseren Daten-Übertragungrate von 40 zu 100 Mbit/s, verglichen mit dem Kabelnetz von 10 zu 400 MBit/s schafft sich die DTE die beste Marktposition unter den deutschen Telekom-Anbietern.

Deutsche Telekom rüstet sich für die technische Zukunft

  • Ausbau des Glasfasernetzes: Bereits im Juni 2017 waren 8,2 Mio. Glasfaseranschlüsse in Betrieb. Dank Vectoring surfen 358.000 Haushalte mit bis zu 100 MBit/s. Daneben soll der weitere Ausbau des Glasfasernetzes in 2018 ff zügig vorangehen um mit den Bedürfnissen der Konsumenten gerecht zu werden. Denn EricssonLab schätzt, dass in 2020 rund 50 Prozent des Fernseh- und Videokonsum mittels mobiler Geräte stattfinden wird
  • Die nächste Woche widmet sich die DTE dem Internet of Things (IoT). Bei diesem spielt die Blockchain-Technologie eine wichtige Rolle, um die wachsenden Daten der Bereiche Smart Home, Smart City und Industrial-IoT optimal zu verwalten und clever anzuwenden
  • Mit der breiten Glaskabel-Vernetzung baut sich die Deutsche Telekom die besten Voraussetzungen, um die geplanten 12.000 Verzweiger zu e-Ladesäulen auszustatten  und als zusätzliche Einnahmequellen zu erschliessen

DTE-Aktien- vor der Trendwende?

Technischer Aspekt

Leider ist der Abwärtstrend der Deutsche Telekom Aktie ungebrochen. Die Markttechniker sehen für den negativen Kursverlauf noch keine Entwarnung. Denn nach dem heutigen Kursrückgang auf EUR 14,49 (-0,48 Prozent oder EUR 0,07) hat sich die Aktie von den Widerständen von EUR 15,20 und EUR 15,30 weiter entfernt. Eher dürfte sich der Kursverlauf dem 2-Jahres Tief (vom 24. Juni 2016) von EUR 14,00 nähern um sich von dieser Basis zu orientieren. Falls dieser Chartpunkt nicht gehalten werden kann befände der nächste Pivot-Punkt bei EUR 13,67.

Aktionärsfreundliche und substanzfördernde Massnahmen

  • Der Vorstand schlägt eine Dividendenerhöhung on EUR 0,50 auf EUR 0,60 vor. Die Mutmassliche Rendite auf der Basis der heutigen Kurse ergäbe eine Dividendenrendite von 4,14 Prozent
  • Zielsetzung des Managements: Rating A-/BBB, Verhältnis Nettoverbindlichkeiten zu EBITDA: 2 – 2,5, Eigenkapitalquote: 25 – 35 Prozent, Liquiditätsreserve welche mindestens die Refinanzierungserfordernisse der folgenden 24 Monate betragen sollen
  • Steigerung der Gesamtkapitalrendite (ROCE) um 0,9 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent
  • Konzentration auf Kernkompetenzen

Text: Radovan Milanovic

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