USD unter starkem Druck

Positiven Fundamentaldaten konnten sich nicht durchsetzen

Obwohl die Wirtschaftsaussichten und die Zinsdifferenzen gegenüber Anlagen in anderen Hartwährungen wie dem EUR und dem CHF zugunsten des USD sprechen, verlor die amerikanische Währung seit Beginn des Jahres konstant an Wert.

Denn in den vergangenen Monaten haben sich die politischen Entwicklungen – entgegen den Erwartungen – stärker als die Fundamentaldaten erwiesen. Dazu kommen aktuell gigantischen Kosten durch die Naturkatastrophen die von privater Seite kaum mehr gestemmt werden können. Die zusätzlichen Ausgaben durch den Staat erhöhen das Budgetdefizit weiter. Die erneute Herausschiebung der Zahlungsausfalls auf den 08. Dezember 2017 und die voraussichtliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums bei – zumindest – leicht steigender Inflationsrate sprechen eher für einen weiteren Rückgang der US-Währung unter der Bedingung, dass keine Interventionen stattfinden.

EUR/USD (Euro / US-Dollar) Währung

EUR/USD (Euro / US-Dollar) Währung ChartKursanbieter: FXCM

Entwicklung der Libor-Raten

Die die 3 / 6 und 12 Monats-Liborraten lassen darauf schliessen, dass der Markt – wenn überhaupt – nur marginal höhere Zinsen erwartet. Er antizipiert offensichtlich eine leicht höhere Kern-Inflationsrate mit kaum Zinserhöhungs-Potenzial in den nächsten 1 bis 3 Monaten.

09. Aug. 2017  09. Juli 2017  09. Juni 2017
US-Libor 1 Woche 1,1950 % 1,1950 % 1,1950 %
US-Libor 1 Monat 1,2361 % 1,2350 % 1,2322 %
US-Libor 3 Monate 1,3103 % 1,3172 % 1,3172 %
US-Libor 6 Monate 1,4476 % 1,4517 % 1,4522 %
US-Libor 12 Monate 1,6951 % 1,7090 % 1,7079 %

Performance des EUR und CHF vs. USD

Die Ausführungen von EZB’s Draghi stärkten den EUR weiter. Zum einen sollen die Zinsen weiterhin unverändert bleiben. Zur Kursstärke führten die angekündigte Beibehaltung der Wertpapier Kaufprogramme von aktuell EUR 60 Mrd. pro Monat durch die EZB bis Ende 2017. Es wurde jedoch erwähnt, dass diese vorzeitig beendet werden können, falls dies aus Inflationsgründen erforderlich sein sollte.

Es stellt sich jedoch die Frage, ab welchem Kurs die EZB zum Schutz der Exporttätigkeit der EU-Mitgliedsländer auf die Bremse treten wird. Wird dies bereits beim Kurs. 1.24 oder 1.25 der Fall sein?

Performance EUR CHF JPY
1 Woche +1,48 % -0,70  % -2,18 %
1 Monat +2,47 % -0,67 % -2,26 %
3 Monate +7,44 % +4,80 % -1,95 %
Seit Jahresbeginn 2017 +14,40 % +6,03 % -7,84 %
12 Monate +6,85 % +3,73 % +5,28 %

Text: Radovan Milanovic
Bild: pixabay

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