Amazon rüstet sich zum Kampf gegen Post und Kurierdienste

Unruhe bei den Mitarbeitern der Post. Die Automatisierung wird dem gelben Riesen in Zukunft Jobs kosten. Und die Angestellten ahnen bereits, was auf sie zukommt. Ob Roboter oder Drohnen, sowohl Industrie, als auch Amazonen befinden sich grössten Teil im fortgeschrittenen Stadion der  Experimentierphase. In Deutschland, Österreich oder der Schweiz geht die Angst um den Arbeitsplatz sowohl wegen weiterer Rationalisierungen und auch bezüglich fortschreitender Automatisierungen um . Doch gerade gestern beschwichtigte die Führung der Post, dass „in den kommenden Jahren 100.000 Jobs geschaffen werden“. Wunschdenken oder Beschwichtigungen? Ein Lüftchen am Wirtschaftshorizont, sei es durch höhere Zinsen oder ein Börsenrutsch und der starke Konsum gerät ins Wanken. So der so, die konventionelle Post wird in Zukunft unter noch grösserem Preis- und Konkurrenzdruck ausgesetzt werden sein.

Probleme, welche der technisierten Zustellung noch im Wege stehen

Zur Zeit ist die Technik noch nicht ausgereift um Pakete per Roboter oder Drohnen den meisten Konsumenten zuzustellen. Knackpunkte sind die Zustellung der Lieferungen bei Mehrfamilienhäusern (konnte mit zentralen Postcontainern oder Abholstationen gelöst werden), der Versand sperriger und / oder schwerer Pakete und die Erfüllung spezieller Kundenwünsche (kann durch ein 08/15-Versand abgeschafft werden). Aber auch die Gesetzgebung und Koordination besonders für kommerzielle Drohnenflüge müssen eingeführt und standardisiert werden.

Airbus steigt in Drohnendienst ein

Fast unbeachtet, hat Airbus SAS am 10. Mai 2017 in Dallas (USA) die „Gründung eines US-Standorts und die Aufnahme eines neuen, kommerziellen Drohnen-Startups“ bekannt gegeben. Dieses soll unter dem Namen „Airbus Aerial“ in den USA und in Europa das Geschäft für kommerzielle unbemannte Flugsysteme „mit vollem Einsatz“ voranzutreiben. Das Unternehmen richtet sich an Plattformhersteller, Dienstleister… Neben Dienstleistungen im Bereich Bilddatendienste sollen auch Frachtdrohnendienste bedient werden.

Amazon’s Visionen und Pläne dürften den Versanddienstleistern das Fürchten lernen

Bis anhin versandte Amazon die gekauften Produkte der Amazon FBA-(Fulfilment by Amazon) Dienstleistung direkt aus ihren weltweit zentralen Verteilzentren. Ein Leichtes, um von diesen das gesamt Versandgeschäft ebenfalls in die eigene Hand zu nehmen und damit eine zusätzliche Verdienstquelle aufzubauen. Aus diesem Grunde hat Amazon in den USA bereits ihre „Prime Air“ Drohne der Öffentlichkeit vorgestellt. Anlässlich der MARS Convention 2017, welche vom 7. bis 10. September 2017 stattfand, ist der gesamte Ablauf einer Bestellung, der Verpackung und der Versand des Artikels demonstiert worden. Ab Kauf dauert das Bereitstellen und die Verpackung des Artikels (automatisiert), ganze 30 Minuten. Das Paket wird der Drohne übergeben, welche bis zur einer Geschwindigkeit von 50 Milen / Stunde (80,5 km/h) zum Zielort fliegen kann.

Bereits vergangenen Sommer erhielt Amazon die Betriebs-Bewilligung zur Aufnahme von unbemannten, kommerziellen Flügen in den USA.

Wird Zalando dem Beispiel von Amazon folgen? Ohne Zweifel.

Kurierdienste, die Verlierer bei Direktlieferungen durch Amazon und Zalando

Noch haben die Kurse von „Deutsche Post DHL“ (DPW, aktueller Kurs EUR 37,355, 52-Wochenperformance +35,84 Prozent) auf die Entwicklung von Amazon noch nicht reagiert. Bevor der Online-Händler mit seinen Versand-Dienstleistungen nach Europa kommt, muss in den USA noch viel Arbeit und Erfahrung gesammelt werden. In den USA geht es den Kurierdiensten wie Fedex (FDX, USD 221,61, +28,09 Prozent) und UPS (UPS, USD 118,20) um die Zukunft.

Text: Radovan Milanovic
Bild: pixabay

Diesen Artikel teilen auf:

Das könnte Sie auch interessieren:

Besuchen Sie auch unsere weiteren Partnerseiten im Netz:
 
more
more2